Ein typischer Anfängerfehler von angehenden Musikproduzenten ist, dass sie versuchen, alles gleich laut klingen zu lassen, und darauf hinaus vergessen, das Panning zu ihrem Vorteil zu nutzen. Letztlich führt das dazu, dass ihre Produktionen flach und langweilig klingen werden, auch wenn die musikalischen Ideen selbst gut sind.

Eine Möglichkeit, diese Gefahr zu vermeiden ist, sich die Parts eines Songs in Bezug auf den Zuhörer in einem tatsächlichen physikalischen Raum vorzustellen. Wenn eine Band in einem Raum oder auf der Bühne zusammen spielen, sind die Musiker mit ihren Instrumenten auf eine bestimmte Weise positioniert. Sie stehen oder sitzen natürlich nicht alle auf der gleichen Stelle. Sänger stehen in der Regel vorne in der Mitte, Schlagzeuger hinten.

Wenn man sich Musikproduktionen aus den 60er oder 70er Jahren anhört, ist diese Darstellung im physischen Raum sehr deutlich. Hast Du Dir schon einmal einen Beatles-Song über Kopfhörer angehört und bemerkt, wie stark das Panning der Instrumente üblicherweise ist?

 

Ich sage nicht, dass man die individuellen Spuren genau auf die gleiche Weise arrangieren sollte. Gesang oder Solo-Instrumente sind meist zentriert und im Vordergrund des Mixes, da sie den Fokus der Produktion darstellen, aber Regeln sind auch da, um gebrochen zu werden - zumindest manchmal. Versuche einfach, Deine Tracks als eine Anordnung von verschiedenen Instrumenten in einem physischen Raum vorzustellen. Oder nimm Dir sogar ein Stück Papier und zeichne die Positionen der Spuren als eine Übung auf.

Position of sounds in space

Was ist der absolute Fokus Deines Songs oder Tracks? Dies wird in der Regel relativ laut und zentriert im Mix sein müssen.

Setze die Übung mit den anderen Spuren fort. Wie wäre es, einen dieser Sounds auf der linken Seite, einen anderen rechts zu platzieren? Wenn Du Spuren im Stereobild veränderst, überprüfe zwischendurch den Pegel der Master-Spur. Schließlich willst Du nicht, dass der Stereomix am Ende links- bzw. rechtslastig ist.

Das gleiche gilt für die Lautstärkepegel aller Spuren. Einige Klänge stehen im Mittelpunkt und sollten damit sehr deutlich im Mix zu hören sein. Andere könnten eventuell nur dazu beitragen, die Energie in einem bestimmten Teil des Songs genau richtig hinzubekommen, und können dann hintergründig gemixt sein.