Wir haben alle diese Videos gesehen, in dem jemand gegen die Zeit "on the fly" einen Track erstellt. Zuerst war es eine Stunde, dann immer weniger Zeit. Und ehrlich gesagt, sind die meisten von ihnen eher wie Skizzen oder Demos, unfertig und roh. Sicher ist es möglich, ein Demo in 10 Minuten zu machen, aber einen Track, der es wert ist, so veröffentlicht zu werden? Nicht wirklich.

Die meisten von uns, die Musik machen, haben nie genug Zeit dafür. Selbstverständlich appelliert vieles daher an unser Bedürfnis, Zeit zu sparen. In diesen Videos, führt das in der Regel zu Abstrichen, dem Verbleiben im Wohlfühlbereich ohne Zeit für Experimente und dem Erlernen neuer Fähigkeiten. Musikproduktion ist nicht etwas, das man in ein paar Wochen lernt, und dann in Perfektion für immer kann. Es gibt immer etwas Neues zu lernen und zu entdecken, und das ist es auch, was daran so verlockend ist, weil es die Dinge interessant hält, wenn wir offen dafür sind.

Gegen die Zeit

Es gibt aber trotzdem einige Bereiche, in denen Du etwas Zeit sparen kannst. Die meisten Sachen helfen einfach beim Workflow und dabei, Dich auf die wichtigen Aufgaben konzentrieren zu können.

Standard-Presets

Ableton Live bietet die Funktion, Standard-Presets für alle möglichen Dinge zu erstellen. Es kann die Geschwindigkeit Deines Workflow erheblich verbessern, wenn Du gut von ihnen Gebrauch machst.

  1. Standard-Presets für Live Geräte
  2. Standard-Presets für Spuren
  3. Standard-Presets für Drum Racks und Geräte-Ansicht
  4. Standard-Presets für Slicing
  5. Standard-Presets für Audio zu MIDI

User Library

Speichere Deine eigenen Presets und Samples in der User Library. Oder auch nur Deine Favoriten aus der Live-Library für einen schnelleren Zugriff. Du kannst die vorgeschlagene Anordnung verwenden oder eine eigene erstellen. Halte sie ordentlich. Das gleiche gilt für Deine Plug-ins.

  1. Die User Library
  2. Die User Library Verwalten
  3. User Library & Packs – Automatisches Syncen auf mehreren Computern

Template

Wenn Du oft die gleichen Presets, Instrumente oder Effekte benutzt, könnte es sinnvoll sein, ein Template-Set zu erstellen.

Lerne Deine Hardware und Software

Ich habe das immer und immer wieder bei Studenten von mir gesehen ... Sie kaufen MIDI-Controller oder Plug-Ins und machen sich nicht wirklich mit den neuen Tools vertraut, bevor sie das nächsten kaufen. Unser motorisches Gedächtnis ist eine erstaunliche Sache. Nimm Dir daher die Zeit, die Features und Bewegungen zu lernen.

Setup

Stelle sicher, dass alles, was wichtig ist, eingerichtet, angeschlossen und verkabelt ist, wenn die Inspiration zuschlägt. Du willst schließlich nicht deswegen den Funken wieder verlieren.

Prozesse aufteilen

Eine weitere gute Möglichkeit, um sich dem Problem des Zeitdrucks zu nähern, ist, bestimmte Arbeiten zu unterteilen und zu unterschiedlichen Zeiten zu machen. Die offensichtlichsten und oft genannten Prozesse sind das Mixing und Mastering. Aber warum nicht einige Stunden speziell dafür nehmen, um z.B. zu experimentieren, etwas Neues zu lernen oder am Sounddesign zu frickeln? Du kannst Deine Ideen und Ergebnisse in der User Library als Presets oder als Live Clips speichern, wenn es sich um Audio- oder MIDI-Clips handelt.

Notizen machen

Wenn Du keine Zeit hast, am nächsten Tag weiter an dem Track zu arbeiten, oder selbst dann, mach Dir Notizen. Es hilft, den Überblick über das zu behalten, was getan werden muss oder bereits durchgeführt wurde. Oft kommen Ideen schnell und fast auf einmal und es wird unmöglich, mit ihnen Schritt zu halten. In diesen Fällen schreibe ich sie alle auf und einige der zeitaufwendigeren von ihnen reserviere ich mir für einen späteren Zeitpunkt. Wenn Du im Flow bist, willst Du schließlich die daraus resultierende unglaubliche Geschwindigkeit beibehalten und nicht ausgebremst werden. Das Bearbeiten und Aussortieren kommt später.