Ableton Live Tutorial: Audio exportieren

In Ableton Live gibt es die Session und Arrangement Ansicht, von denen aus Audio exportiert werden kann. Das kann zuerst verwirrend sein und wenn Du nicht verstehst, wie es funktioniert, könntest Du versehentlich nur eine Audiodatei mit Stille oder zu kurze Audiodateien erhalten. Dieses Tutorial erklärt, wie es geht.

Von der Arrangement Ansicht exportieren:

  1. Meistens wirst Du einen ganzen Song/Track exportieren wollen oder individuelle Spuren desselben. Um dies zu tun, muss er sich in der Arrangement Ansicht befinden. Falls Du nicht weißt, wie das funktioniert, dann schau Dir als erstes mein Tutorial dazu an.
  2. Ziehe Loop-Anfang und -Ende zurecht, so dass die Loop-Klammer die gesamte Länge abdecken und alle Clips des Songs selektiert sind. Höre Dir am besten die letzten vier Takte oder so noch einmal an, um auch die Ausläufer von Effekten (Reverb, Delay) innerhalb der Klammer eingeschlossen zu haben.
  3. Vergewissere Dich, dass keine Spuren stumm oder solo geschaltet sind, die mit exportiert werden sollen. Spiele den Song noch einmal an und höre, ob alles so klingt, wie es soll, denn was Du hörst, wird genauso exportiert werden.
  4. Wähle nun "Audio/Video exportieren vom Dateimenü aus oder benutze das Tastenkürzel Umschalttaste + Strg + R (Windows) bzw. Umschalttaste + Cmd + R (Mac). Der Exportieren-Dialog öffnet sich.
  5. Wähle Deine bevorzugten Renderoptionen aus (Details siehe unten), dann klicke OK.
  6. Du kannst nun den Speicherort für die zu exportierende(n) Audiodatei(en) auswählen. Nachdem Du dies getan hast, klicke Speichern und das Rendern beginnt.

Von der Session Ansicht exportieren:

  1. Aus der Session Ansicht können nur Clip mit aktivierten Clip-Start-Tastern exportiert werden, d.h. das kleine Dreieck in linken Teil eines Clips ist grün dargestellt. Vergewissere Dich also, dass alle Clips, die Du exportieren willst, gestartet sind.
  2. Wähle nun "Audio/Video exportieren" vom Dateimenü aus oder benutze das Tastenkürzel Umschalttaste + Strg + R (Windows) bzw. Umschalttaste + Cmd + R (Mac). Der Exportieren-Dialog öffnet sich.
  3. Der Renderdialog der Session Ansicht sieht etwas anders aus als der der Arrangement Ansicht. Hier musst Du nämlich die gewünschte Exportlänge in Takten, Schlägen und Sechzehntelnoten eingeben.
  4. Wähle Deine bevorzugten Renderoptionen aus (Details siehe unten), dann klicke OK.
  5. Du kannst nun den Speicherort für die zu exportierende(n) Audiodatei(en) auswählen. Nachdem Du dies getan hast, klicke Speichern und das Rendern beginnt.

Renderoptionen:

  • 'Gerenderte Spur Optionen:
    • Wen Du den Stereomix Deines Songs exportieren willst, wähle den Master.
    • Die Option "Alle Spuren" wird alle individuellen Spuren als einzelne Audiodateien rendern. Dies gilt für alle MIDI- und Audiospuren als auch Returnspuren.
    • Du kannst auch eine bestimmten Spur rendern lassen. Alle Spuren sind mit Nummer und Name aufgelistet, damit sie leicht zu finden sind.
    • Bei allen oben genannten Optionen werden die Signale nach dem Fader gerendert inklusive aller auf der Spur befindlichen Effekte.

  • Schalte Normalisieren ein, wenn die Audiodateien auf 0 dB gerendert werden sollen.
  • "Als Loop rendern" ermöglicht das Rendern der Datei als Loop inklusive der Effektfahnen (Reverb, Delay).
  • Du hast die Wahl zwischen den Formaten Wav (Windows) sowie Aiff (Mac) unter "Datei-Typ".
  • "Konvertieren zu Mono" lässt Live eine Mono-Audiodatei erzeugen. Live handhabt alles in Stereo. Diese Option ist nützlich, wenn Du z.B. Mono-Audiodateien in einer anderen Musiksoftware nutzen willst oder Du damit Dein Liveset kleiner halten willst.
  • "Sampling-Rate": Um Deine Songs auf eine Audio-CD zu brennen, wähle 44100. Fürs Mastering wähle entweder die Sampling-Rate, die Du in der Produktion benutzt hast oder was das Masteringstudio anfordert.
  • "Bit-Tiefe": Um Deine Songs auf eine Audio-CD zu brennen, wähle 16. Fürs Mastering wähle entweder die Sampling-Rate, die Du in dem Live Set benutzt hast oder was das Masteringstudio anfordert.
  • "Dither-Optionen": Durch das Dithering wird zwar ein kleiner Rauschanteil hinzugefügt, aber dadurch werden Artefakte minimiert, wenn man die Bit-Tiefe reduziert. Live händelt intern Audio in 32-bit. Dithering sollte nur vorgenommen werden, wenn Du die Audio-Datei das letzte Mal exportierst. Dies wäre üblicherweise erst nach dem Mastern oder wenn Du sie auf CD brennen willst. Wenn Du nicht in 32-bit exportieren willst und weiter mit Audiodatei arbeiten willst, ist "Triangular" die beste Option. "Rectangular" fügt weniger Rauschen hinzu, kann aber Artefakte erzeugen, wenn die Audiodatei weiter bearbeitet wird. Die 3 POW-r Optionen fügen noch weniger Rauschen innerhalb des hörbaren Bereiches hinzu. Diese sollte aber keinesfalls benutzt werden, wenn mit der Audiodatei weiter gearbeitet werden soll.
  • "Analyse-Datei schreiben": Schalte diese ein, wenn Du die gerenderten Dateien wieder in ein Live Set importieren willst.

Hast Du Fragen oder Kommentare? Lass es mich wissen.

Auf Sonic Bloom gibt es noch jede Menge weitere Ableton Live Tutorials.

By |2017-02-02T20:23:49+00:00November 9th, 2012|Ableton Live Tutorials|0 Comments

About the Author:

Madeleine Bloom is a musician, producer, multi-instrumentalist and singer from Berlin. She studied Electroacoustic Music at the Franz Liszt Conservatory. In the last few years she's worked as a technical support for Ableton and has helped countless people with her in-depth knowledge of Ableton Live, various other music apps as well as audio engineering.

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