Wir alle haben es schon einmal erlebt. Wir haben endlich Zeit, uns hinzusetzen, um Musik zu machen und nichts kommt. Der kreative Funke ist einfach nicht da. Dieser Artikel beschreibt verschiedene Ansätze, um diese kreative Durststrecke zu überwinden.

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Remixe

Verwende ein A-Cappella-Vocal, Lead-Instrument oder sogar kompletten Song, den Du magst, und fange einen Remix dafür an. Sobald Du in Schwung gekommen bist, kannst Du diese Spur einfach wieder hinausnehmen und an den Spuren weiterarbeiten, die Du um sie herum gebaut hast.

Inspiration aus Visuellen Kunstformen

Offen für neuen Input zu sein, ist manchmal einfach nötig, bevor man selbst neuen Output generieren kann. Inspiration kann nicht nur in der Musik anderer Leute gefunden werden. Wir sind sehr visuelle Wesen und alles - Design, Fotografie, Architektur, Bücher, Bilder, Filme usw. - kann Dir einen kreativen Funken geben. Du könntest versuchen, ein Gemälde in Klang zu übersetzen oder schalte einen Deiner Lieblingsfilme stumm und kreiere Deinen eigenen Soundtrack dazu.

Audio zu MIDI

Schnapp Dir ein Riff, eine Akkordfolge oder einen Beat und wende die Audio-zu-MIDI-Funktionen in Ableton Live an. Dies gibt Dir eine Melodie, Harmonie oder einen Rhythmus zum darauf Aufbauen. Oder verwende Slice-to-MIDI auf so etwas wie einen Beat, ein Riff oder einem Gesangsschnipsel und würfel alles durcheinander. Vergiss nicht, dass Du diese Funktionen auch "falsch" benutzen kannst, z.B. Melodie zu MIDI auf Drums.

Erstelle Deine eigenen Presets

Live-Geräte zu optimieren und als Presets zu speichern, kann musikalische Anfänge hervorbringen. Du musst etwas spielen, während Du die Parameter anpasst, wobei Dein Fokus aber nicht auf dem Spiel liegt, sondern auf dem Klang. Dies kann hilfreich sein, um dem Druck zu entkommen, tolle Idee haben zu müssen. Manchmal ist das alles, was gebraucht wird, um sich wieder inspiriert zu fühlen. Das Erstellen einzigartiger MIDI-Instrumente mit ihren ganz eigenen Klangqualitäten hilft auch dabei, die eigene musikalische Signatur zu definieren und es braucht eventuell nur ein paar Noten, um etwas interessant Klingendes zu erreichen.

Verwende Field Recordings

Heutzutage haben wir quasi jederzeit Aufnahmegeräte bei uns. Ja, die Klangqualität mit Smartphones mit dem eingebauten Mikrofon ist nicht gerade herausragend, aber auch mit Lo-Fi-Samples kann man gute Ergebnisse erzielen, wenn man sie effektiv nutzt. Also, wenn Du einen interessanten Sound hörst, während Du unterwegs bist, warum nicht aufnehmen? Es gibt auch tolle Creative Commons-Datenbanken für Field Recordings wie Freesound, wenn Du zu faul oder zu beschäftigt bist, um Deine eigenen aufzuzeichnen. Ein interessantes, strategisch platziertes Geräusch kann einen durchschnittlich klingenden Beat in kürzester Zeit aufpolieren.

Du kannst auch jede Menge kostenlosen Live Packs voll mit faszinierenden Field Recordings hier auf Sonic Bloom finden.

Sound-Mangling mit Warping

Die Warp-Funktion in Live kann dazu verwendet werden, um alles an der richtigen Stelle zu verankern, wenn das Timing nicht ganz richtig ist. So wird sie am häufigsten verwendet, aber man kann sie auch benutzen, um Audio ins Extrem zu dehnen oder zu stauchen. Vergiss nicht, mit den Warp-Modi und ihrer Einstellungen zu spielen, womit Du oft einige sehr inspirierende Ergebnisse erzielen kannst. Wenn das nicht genug ist, (dupliziere und) konsolidiere den Clip und warpe den Clip weiter.